Wie ChatGPT Immobilienmakler empfiehlt — und wie Sie dort auftauchen
Was passiert, wenn ein Eigentümer ChatGPT nach einem Makler fragt? Woher die Empfehlungen kommen — und die fünf Hebel, mit denen Sie in die Antwort kommen.
Ein Eigentümer in Ihrer Stadt tippt in ChatGPT: „Welcher Immobilienmakler in Leipzig ist empfehlenswert?“ Die Antwort kommt in Sekunden — drei bis fünf Namen, mit Begründung. Entweder stehen Sie in dieser Antwort, oder das Gespräch beginnt bei einem Wettbewerber. Anders als bei Google gibt es keine Seite 2.
Woher die Empfehlung kommt
KI-Assistenten erfinden ihre Empfehlungen nicht — sie setzen sie aus Quellen zusammen. Bei lokalen Fragen wie der Maklersuche greifen ChatGPT, Gemini und Perplexity in der Regel live auf das Web zu und werten aus, was sie dort finden:
- Bewertungsprofile — allen voran das Google-Unternehmensprofil: Anzahl, Durchschnitt und Inhalt der Rezensionen.
- Portale und Verzeichnisse — ImmoScout24, Branchenverzeichnisse, Maklervergleichsseiten.
- Lokale Presse — Erwähnungen in Regionalmedien gelten den Modellen als unabhängige Belege.
- Ihre eigene Website — sie liefert die Fakten: Leistungen, Region, Spezialisierung, Team.
Entscheidend: Die KI zitiert, was mehrfach und konsistent über Sie zu finden ist. Ein Makler, der nur auf der eigenen Website gut dasteht, taucht selten auf — einer, der auf drei unabhängigen Quellen mit denselben Stärken beschrieben wird, sehr oft.
Die fünf Hebel, um in die Antwort zu kommen
1. Testen Sie Ihre Ausgangslage. Stellen Sie die Fragen Ihrer Kunden selbst — in ChatGPT, Gemini und Perplexity: „Makler in [Stadt] für Hausverkauf“, „Immobilienbewertung [Stadt] — wer ist seriös?“. Notieren Sie, wer genannt wird und welche Quellen die KI verlinkt. Das ist Ihre Konkurrenz- und Quellenliste in einem.
2. Bringen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil in Form. Vollständige Leistungen, korrekte Kategorien, aktuelle Fotos — und vor allem: kontinuierlich echte Bewertungen aufbauen und beantworten. Für lokale KI-Antworten ist das Profil die wichtigste Einzelquelle.
3. Beantworten Sie Kundenfragen auf der eigenen Website. KI-Assistenten suchen Inhalte, die Fragen direkt beantworten: Ratgeber-Seiten zur Immobilienbewertung, zum Verkaufsablauf, zu Stadtteilen. Wer die beste Antwort auf „Was ist mein Haus in [Stadtteil] wert?“ im Netz stehen hat, wird dafür zitiert.
4. Bauen Sie unabhängige Erwähnungen auf. Ein Beitrag im Lokalteil, ein Interview zum Immobilienmarkt, ein Eintrag in Vergleichsportalen — jede seriöse Drittquelle erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die KI Sie als etablierten Anbieter einstuft.
5. Lassen Sie die KI-Crawler rein. Prüfen Sie, dass Ihre robots.txt GPTBot, Google-Extended & Co. nicht aussperrt und Ihre Seite schnell lädt. Was der Crawler nicht lesen kann, kann das Modell nicht empfehlen.
Einmal reicht nicht
KI-Antworten sind nicht statisch: Modelle werden aktualisiert, Quellen verschieben sich, Wettbewerber ziehen nach. Wer im Mai genannt wurde, kann im August fehlen. Deshalb gilt: dieselben Fragen regelmäßig prüfen — von Hand mit einer festen Frageliste oder automatisiert, monatlich über alle Plattformen hinweg.
Wissen Sie, ob die KI Sie schon empfiehlt?
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